EMTS stockt Kapital auf
Bei der heutigen Hauptversammlung [HV] haben die Aktionäre des Salzburger Handydienstleisters EMTS einer Aufstockung des Kapitals mehrheitlich zugestimmt.
Auch für den Rückkauf von Aktien wurde grünes Licht gegeben, im Ausmaß von insgesamt höchstens zehn Prozent des Eigenkapitals innerhalb von 18 Monaten ab Beschlussfassung. Gleichzeitig gab es für den Vorstand das Okay, "für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder ein öffentliches Angebot zu beschließen, und das Bezugsrecht der Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen. Weiters wird der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen."
Von der Tagesordnung abgesetzt wurde hingegen die Verlegungung des Firmensitzes nach Brunn am Gebirge.
Mit 78,99 Prozent der Stimmen wurde beschlossen, "das Grundkapital von derzeit 5,812.542 Euro innerhalb von fünf Jahren um 2,559.438 Euro auf 8,718.813 Euro durch Ausgabe von auf Inhaber lautenden Stückaktien zumindest zum anteiligen Betrag des Grundkapitals gegen Bareinlage, auch unter einem gänzlichen oder teilweisen Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre, zu erhöhen und den Ausgabekurs, die Ausgabebedingungen und die Zahl der zu gewährenden Aktien jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen". Offen blieb zunächst, wer die jungen Aktien zeichnen wird.
EMTSVorstand kämpft weiter um Bestehen
Zur Kapitalaufstockung betonte Vorstandsvorsitzender Christian Rosner, dass der Vorstand darum kämpfe, dass das Unternehmen weiter bestehen kann. Eine Kapitalerhöhung bei gleichzeitigem Rückkauf eigener Aktien schließe sich nicht aus.
Man habe nicht vor, eine Aktienrückkaufaktion zu starten, weil das die Liquidität schwächen würde. Durch den Beschluss zum Rückerwerb gebe es nun die Möglichkeit, Aktien sehr günstig von Markt zu nehmen, um strategisch und beweglich vorgehen zu können.
Gegen die Kapitalaufstockung will der Firmengründer und frühere EMTS-Vorstand Franz Guggenberger, der Ende September 2002 aus der EMTS als Vorstand ausgeschieden ist, "noch morgen" Klage einbringen, kündigte er im Anschluss an die HV an.
Unternehmen runtergewirtschaftet
Er habe das Unternehmen in 13 Jahren aufgebaut. Innerhalb von
vier Monaten seien jetzt die Verträge gekündigt worden, und das
Unternehmen stehe vor der Pleite.
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