WorldCom streicht weitere 5.000 Stellen
Der insolvente US-Telefonkonzern WorldCom muss noch einmal 5.000 Stellen streichen.
Damit und mit weiteren Kostensenkungen will das Unternehmen nochmals 2,5 Milliarden USD einsparen, wie WorldCom am Montag bekannt gab.
Erst vor wenigen Monaten hatte das Unternehmen den Wegfall von 17.000 Stellen beschlossen.
Der Telekomkonzern war nach dem Bekanntwerden von unsauberen Bilanzierungsmethoden und zweifelhaften Aktienoptionsgeschäften durch das Management im Juli des Vorjahres in die Insolvenz geschlittert und steht seitdem unter Gläubigerschutz. Dieser soll noch im Laufe dieses Jahres aufgehoben werden. WorldCom soll die Bilanzen der Jahre 1999, 2000 und 2001 um insgesamt neun Mrd. USD geschönt haben, um Verluste wie schwarze Zahlen aussehen zu lassen.
Die Chronik der WorldCom-PleiteRestrukturierungen
Neo-CEO, der ehemalige Compaq-Chef Michael Capellas hat erst vor zwei Wochen umfassende Restrukturierungen angekündigt.
Der seit November 2002 amtierende WorldCom-Chef will bis Mitte April ein konkretes Restrukturierungsprogramm vorlegen: "Weitere Entlassungen sind unabwendbar", sagte Capellas schon damals.
Der zweitgrößte Long-Distance-Telekom-Provider der USA wird zudem 2003 wahrscheinlich bis zu 50 Mrd. USD an Wertberichtigungen vornehmen müssen.
