DT droht neues Ungemach aus Brüssel
Der Deutschen Telekom [DT] droht neues Ungemach aus Brüssel. Die EU-Kommission bestätigte, sie gehe Beschwerden nach, wonach der Bonner Konzern von Konkurrenten überhöhte Preise für die Nutzung seiner DSL-Breitbanddienste verlange.
Ob die Behörde dazu ein formelles Prüfverfahren eröffnen wird, sei noch offen, sagte der Sprecher von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti.
Zugang zu Telefonortsnetzen zu teuer
DT-Chef Kai-Uwe Ricke bezeichnete die Vorwürfe in Berlin als
nicht neu. Gegen die DT läuft bereits ein ähnliches EU-Verfahren
wegen angeblich überhöhter Gebühren beim Zugang zum Ortsnetz.
Troubles für die Deutsche TelekomVorrang für Ortsnetz-Verfahren
Der Abschluss des Ortsnetz-Verfahrens habe zunächst Vorrang, bevor in der Frage der DSL-Entgelte entschieden werde, sagte der Monti-Sprecher weiter.
Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" monierte der Kölner DSL-Anbieter QSC in Brüssel, Konkurrenten der DT müssten für den Zugang zum Breitbanddienst des Konzerns mehr bezahlen als Privatkunden.
Das schränke den Wettbewerb um Privatkunden zu Lasten der DT-Konkurrenten ein.
Überhöhte Roaming-Gebühren
Seit dem vergangenen Jahr prüft die EU-Kommission zudem, ob sie
in der Frage überhöhter Roaming-Gebühren gegen die DT und andere
europäische Konzerne vorgeht. Die Kommission will die Firmen
zwingen, ihre Gebühren zum Teil kräftig zu senken. Möglicherweise
drohen auch Bußgelder.
EU will Strafen für Roaming-Wucher
