Industrie gegen "willkürliche UMTS-Gesetze"
Einen raschen Ausbau der UMTS-Technologie im Land Salzburg fordert die Salzburger Industriellenvereinigung [IV]:
"Salzburg ist ein weißer Fleck auf der UMTS-Landkarte. Wenn man weiß, dass ein großer Teil der Arbeitsplätze von modernen Technologien abhängt, dann stellt sich die Frage, wie wir in Zukunft die wirtschaftliche Existenz vieler Salzburger bei Verzicht auf solche Technologien sichern wollen", warnte IV-Präsident Josef Wöhrer in einer Aussendung.
Interessant sei, dass der UMTS-Ausbau in weiten Teilen Oberösterreichs [Raum Ranshofen, Wels, Linz] und in der steirischen Industriezone bereits erfolgt sei, dass in Vorarlberg ein weitgehend lückenloser Ausbau geschafft wurde und das Burgenland als Ziel-1B-Gebiet ebenfalls voll ausgebaut sei. Auch die Stadt Innsbruck sei bereits auf dem letzten Stand der Technik. Nur in Salzburg sei mit dem Ausbau noch nicht begonnen worden.
Mobilfunkbetreiber sauer auf Salzburg"Willkürliche Gesetze"
Salzburgs IV-Geschäftsführer Gerhard Heinrich kritisiert dabei Salzburgs Politik, die auf der Einhaltung des so genannten Salzburger Grenzwertes beharrt.
"Entscheidungsgrundlage müssen international anerkannte und verlässliche Normen sein. Im Falle des vorsorgenden Gesundheitsschutzes der Bevölkerung sind das derzeit die Vorsorgewerte für Mobilfunkimmissionen der Weltgesundheitsorganisation [WHO], die von der EU als Richtlinie für ihre Mitgliedsstaaten empfohlen werden."
"Doch was tut man in Stadt und Land Salzburg: Man beschließt willkürlich Gesetze und behördliche Genehmigungshürden, welche die Verdichtung der GSM-Netze und die neue UMTS-Technologie im ganzen Land ebenso verhindern wie technische Alternativen", so Heinrich.
"Im Interesse führender Mitglieder unseres Bundeslandes müssen wir darauf drängen, dass der Ausbau der Handynetze und damit die Verfügbarkeit der neuen UMTS-Technologie nicht weiter verzögert werden. Salzburgs Industrie steht im globalen Wettbewerb und kann nur dann erfolgreich bestehen, wenn die Kommunikation mit den Märkten auf dem letzten Stand der Technik möglich ist", fordert Wöhrer.
