Eutelsat wird nicht verkauft
Der Übernahmekampf um den europäischen Satellitenbetreiber Eutelsat hat vorerst ein Ende.
Die beiden US-Brautwerber Intelsat und PanAmSat, die bereits seit vier Monaten um den europäischen Rivalen buhlen, haben offenbar aufgegeben.
Politischer Druck
Vor allem der Druck der französischen Regierung bzw. weiterer
EU-Länder, die sich strikt gegen einen nicht europäischen Käufer
aussprechen, hat die US-Firma zum Aufgeben veranlasst.
Frankreich gegen US-Übernahme von EutelsatMögliche Fusion von Intelsat und PanAmSat
Das Ende der Verhandlungen wird als Sieg für Eutelsat-CEO Giuliano Berretta gewertet, der sich stets gegen einen Verkauf an die Amerikaner ausgesprochen hat und einen Börsengang seines Unternehmens bevorzugt.
Unter anderem wurde befürchtet, dass europäische Unternehmen bei einem Verkauf von Eutelsat an ein US-Unternehmen künftig bei Zulieferungen wie Satelliten und Antriebsraketen benachteiligt würden.
Branchenkenner rechnen nun damit, dass Intelsat und PanAmSat in Verhandlungen über eine Fusion eintreten könnten.
Die umworbene Eutelsat ist der weltweit viertgrößte Satellitenbetreiber und deckt rund 50 Prozent des europäischen Satelliten-TV-Marktes ab. Das Unternehmen wurde 2001 privatisiert. Die ehemalige internationale Regierungsorganisation steht zu 51 Prozent im Besitz von Telecom Italia, France Telecom und British Telecom.
Eutelsat
