Frankreich gegen US-Übernahme von Eutelsat
Frankreich will offensichtliche eine mögliche Übernahme des europäischen Satellitenbetreibers Eutelsat durch US-Konkurrenten verhindern.
Investmentbanken seien beauftragt worden, Investoren für Eutelsat zu finden und so den US-Konzernen Intelsat und PanAmSat zuvorzuvorkommen.
"Es kommt nicht in Frage, dass Eutelsat in die Hände der Amerikaner fällt", hieß es. Ziel sei, frei werdende Aktien aufzukaufen und dann möglicherweise einen Börsengang zu organisieren, erläuterte ein Banker. Das französische Wirtschaftsministerium lehnte einen Kommentar ab.
DT verkauft ihren Anteil für 210 Mio. Euro
Heute teilte die Deutsche Telekom mit, ihren knapp elfprozentigen Anteil an dem Satellitenbetreiber für 210 Millionen Euro an den italienischen Verlag De Agostini verkauft zu haben.
Nun wird vermutet, dass auch die Konzerne France Telecom [FT] und BT Group ihre Eutelsat-Beteiligungen veräußern wollen, um Schulden abzubauen. France Telecom hält 23,1 Prozent an Eutelsat, BT Group 17,5 Prozent. FT-Chairman Thierry Breton hat bereits bestätigt, Gespräche über einen Verkauf der Anteile zu führen, weitere Angaben aber abgelehnt.
In Branchenkreisen hieß es, mögliche Interessenten seien Intelsat und PanAmSat sowie eine Hand voll Investmentfirmen, die in den vergangenen Monaten schon Annäherungsversuche bei Eutelsat gestartet hätten.
250 Mio. USD gesprengt
Eutelsat war bis 2001 im Besitz europäischer Staaten und wurde im
Zuge der Privatisierung unter den großen Telekom-Konzernen
aufgeteilt. Am Donnerstag musste das Unternehmen einen Rückschlag
verkraften, als ein 250 Millionen USD teurer Satellit bei einem
Fehlstart der Ariane-Rakete zerstört wurde.
EU-Prestigerakete wurde gesprengt
