24.01.2003

COPYRIGHT

Bildquelle: PhotoDisc

Neue IT-Allianz gegen Hollywood

Die amerikanische IT-Industrie hat eine neue Lobby gegen die mächtige Filmindustrie gebildet.

Ziel der so genannten "Alliance for Digital Progress" [ADP] ist es, gesetzlich verpflichtende Kopierschutzvorrichtungen in Unterhaltungselektronik und Computern zu verhindern.

Hollywood: "Wir sind nicht der Feind"

Aus der Sicht von Hollywood ist es schlicht Aufgabe der IT-Industrie zu verhindern, dass urheberrechtlich geschützte digitale Produkte illegal kopiert werden. Das solle eben mit Hilfe der Abspielbarrieren geschehen.

Die über 20 Mitglieder der ADP mit Branchenriesen wie Microsoft, Apple, Dell, Hewlett-Packard, Intel und Cisco sehen in dieser Forderung aber nichts anderes als eine Kriegserklärung in Richtung Silicon Valley.

"Wir sind nicht der Feind", versucht der einflussreiche MPAA-Präsident Jack Valenti die Wogen zu glätten. "Wir sind nicht im Krieg mit der IT-Community." Doch die IT-Industrie sieht das naturgemäß anders.

Hardware-Industrie fürchtet Ärger der Kunden

Ein 100-prozentiger Kopierschutz sei nicht möglich. Zudem befürchtet die Technologiebranche eine massive Schädigung des Geschäfts, falls sie ihre Kunden mit dem Einbau technischer Barrieren in Abspielgeräten und den damit verbundenen Preiserhöhungen verärgert.

Ähnlich wie die Musikindustrie müsse auch die Filmbranche auf neue Technologien mit neuen Geschäftsmodellen und Vertriebswegen reagieren.

Mit der neuen Allianz soll in Washington die breite Opposition gegen den Ansatz der MPAA demonstriert werden.