15.01.2003

MPAA

Bildquelle: mpaa

Hollywood über Musikindustrie verärgert

Drei führende Verbände der amerikanischen Musik- und der Computerbranche haben sich gestern auf einen Kompromiss zum Schutz von digitalen Urheberrechten verständigt.

Das hat jetzt zu ungehaltenen Reaktionen der Filmindustrie geführt, die den Kompromiss vehement ablehnt und auch die Haltung der Musikindustrie nicht nachvollziehen kann.

Kein Einlenken Hollywoods

Die Vereinbarung sieht die konsequente Verfolgung von Computernutzern vor, die illegal Kopien von Musikstücken oder Filmen erstellen und im Internet verbreiten.

Verzichten wollen die Industrieverbände hingegen auf Pläne, einen technischen Riegel in DVD-Abspielgeräte einzubauen. Das wird von den meisten Herstellern als zu teuer und zu kompliziert betrachtet.

Die MPAA [Motion Picture Association of America] hat jetzt verlauten lassen, dass die Filmindustrie auf keinen Fall bereit ist, diesen Verzicht mitzutragen, da es zu technischen Maßnahmen "keine Alternative" gebe.

Die MPAA steht immer noch zu den Gesetzesvorschlägen der Senatoren Hollings und Berman, die Kopierschutz in allen PCs und digitalen Geräten vorsehen.