20.01.2003

MERGER

"IT-Thatcher" oder "Selbstvermarkterin"

Die Rolle der Vorstandsvorsitzenden von Hewlett-Packard, Carleton S. Fiorina, bei der Übernahme von Compaq Computer im Vorjahr steht im Mittelpunkt zweier Bücher, die in Kürze auf dem US-Markt erscheinen.

Fiorina ist als Chefin des HP-Konzerns die höchstrangige Managerin in den USA.

In "Perfect Enough: Carly Fiorina and the Reinvention of Hewlett-Packard" beschreibt Autor George Anders die Managerin als Thatcher-ähnliche Heldin, die unbeeindruckt von Kritik eisern an ihrem Kurs festhält. Für das im Portfolio-Verlag erscheinende Buch hatte Fiorina dem Autor sechs Interviews gegeben.

"Glänzende Selbstvermarkterin"

Deutlich anders wird die Spitzenmanagerin im Buch "Backfire: Carly Fiorina's High-Stakes Battle for the Soul of Hewlett-Packard" beurteilt.

Autor Peter Burrows vom Magazin "Business Week" sieht in ihr weniger eine Heldin der Wirtschaft als eine glänzende Selbstvermarkterin.

Für das bei John Wiley & Sons erscheinende Buch hatte Fiorina ein Interview verweigert. Laut Autor Burrows habe sie ihm einen kritischen Beitrag in "Business Week" verübelt.