19.01.2003

245UR/335/02S

Bildquelle: Yline

Yline-Gründer Böhm im Visier der Justiz

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, gerät Werner Böhm, Gründer und ehemaliger Vorstandschef sowie Hauptaktionär des 2001 kollabierten Internet- und Softwarehauses YLine Internet Business Services AG, immer stärker unter Druck.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat unter der Aktenzahl 245UR/335/02s gerichtliche Vorerhebungen wegen des Verdachts des schweren Betruges, der Bilanzfälschung sowie mehrerer Verstöße gegen das Aktiengesetz eingeleitet.

Konkurs im September 2001

Die YLine-Gruppe war im September 2001 mit Verbindlichkeiten in der Höhe von 26 Mio. Euro in den Konkurs geschlittert. Dokumente aus einem Gutachten des Wiener Wirtschaftsprüfers Thomas Keppert legen den Verdacht aufklärungsbedürftiger und möglicherweise fingierter Zahlungsflüsse innerhalb der Gruppe nahe.

So wurden etwa im Jahr 2000 Lizenzen für das Software-Produkt "ARES" um mehrere Millionen an YLine-Töchter verkauft und ertragswirksam verbucht. "ARES" habe jedoch nach Aussagen von YLine-Mitarbeitern nie existiert, so das Magazin.

Werner Böhm, für den die Unschuldsvermutung gilt, bestreitet jedwede strafbare Handlung: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Alles wurde korrekt abgewickelt. Ich werde alle Verdachtsmomente entkräften."