15.01.2003

USA

Bildquelle: PhotoDisc

Millionen SMS kommen nicht an

Keynote, ein auf Internet-Performance-Tests spezialisiertes Unternehmen, hat zu Testzwecken im Dezember zwei Wochen lang etwa 26.000 SMS-Nachrichten in verschiedenen Teilen der USA von unterschiedlichen Mobilfunknetzen aus verschickt.

Das ernüchternde Ergebnis: Ganze 7,5 Prozent der Kurzmitteilungen sind beim Empfänger nicht angekommen.

Das schlechteste Ergebnis wurde bei T-Mobile USA festgestellt: 14 Prozent der von einem T-Mobile-Handy in ein anderes Netz verschickten SMS und 13 Prozent der netzintern verschickten Kurznachrichten erreichten ihr Ziel einfach nicht. Am besten schnitt AT&T ab, wo 95,5 beziehungsweise 97,8 Prozent erfolgreich ankamen.

Derartige Werte in Europa unvorstellbar

Hochgerechnet auf die USA bedeuten die überraschend schlechten Resultate, dass pro Monat mehrere Millionen SMS im Nirwana verschwinden.

Die österreichischen Mobilfunk-Netzbetreiber zeigten sich von den Testergebnissen überrascht. In ihren Netzen, ja in ganz Europa seien derartige Werte unvorstellbar.

Wenn SMS nicht ankämen, liege das meist an zu lange abgeschalteten Mobiltelefonen oder überfüllten SMS-Speichern in den Handys, erklärte die Mobilkom Austria. Die maximale Vorhaltedauer nicht zustellbarer Nachrichten beträgt sieben Tage, der Absender kann diese Zeitspanne durch entsprechende Handy-Settings auch verkürzen.

Kein Netzbetreiber wollte die eigenen Verlustraten genau beziffern, Telering sprach von "deutlich weniger als einem Promille". One betonte, sogar zum besonders "SMS-lastigen" Jahreswechsel seien weniger als 0,5 Prozent der von One-Usern abgeschickten SMS nicht angekommen.

T-Mobile Österreich und T-Mobile USA haben zu den Testergebnissen bisher keine Stellungnahme abgegeben.