Entwarnung für Tauschbörsen-User
Nachdem ein Posting der Hackerorganisation Gobbles gestern bei Tauschbörsen-Usern für Aufregung gesorgt hatte, hat jetzt der US-Musikbranchenverband RIAA [Recording Industry Associaton of America] erklärt, dass die Meldung aus der Luft gegriffen war.
Gobbles hatte damit geprahlt, seit Monaten im Auftrag der Musikindustrie Antipiraterie-Tools zu entwickeln und damit auch schon große Erfolge zu verzeichnen.
Der von ihnen entwickelte Wurm-Virus-Hybrid sollte schon unglaubliche [und unglaubwürdige] 95 Prozent der Nutzer der damit attackierten Tauschbörsen befallen haben.
Musikindustrie soll Tauschbörsen infizierenEin kleines bisschen Wahrheit
Gobbles will sich bei der vorgeblichen Tätigkeit für die Musikindustrie die Sicherheitslücken in verschiedenen Media-Playern zu Nutze gemacht haben, um die Schädlinge zu verbreiten. Aufgelistet wurden der Mplayer, Winamp, Windows Media Player, Xine, Mpg123 und Xmms.
Hinter der Meldung verbirgt sich allerdings auch ein kleines bisschen Wahrheit: Diese betrifft die angesprochene Lücke in dem Open-Source-Player Mpg123, die inzwischen von Sicherheits-Sites wie VulnWatch und BugTraq bestätigt wurde.
VulnWatch
