China will IT-Experten zur Heimkehr bewegen
Nachdem in den letzten zwei Jahrzehnten Tausende IT-Fachkräfte aus China ausgewandert sind, um im westlichen Ausland für lukrative Gehälter zu arbeiten, will die chinesische Regierung die Emigranten nun zum Heimkehren bewegen.
Viele der ausgebildeten Computeringenieure zog es in die USA, genauer ins Silicon Valley. Nach dem wirtschaftlichen Abschwung der amerikanischen High-Tech-Industrie hofft man nun die Auswanderer mit dem boomenden Arbeitsmarkt in China wiederzugewinnen.
Seit 1979 sind über 400.000 chinesische Studenten ausgewandert, um ihre Studium im Ausland abzuschließen. Nur zehn bis 25 Prozent kehrten wieder nach China zurück.
Ein Prozessor für ChinaWohnung, Firmenwagen und Chauffeur
In vielen chinesischen Städten wurden nun prunkvolle Hochhäuser mit dem Schriftzug "Unternehmenssitz für heimkommende Studenten" versehen.
Die Gehälter für IT-Kräfte wurden von vielen Unternehmen in Bezug auf die Kaufkraft US-Verhältnissen angepasst. Ingenieure mit mehreren Jahren Berufserfahrung können ohne weiteres damit rechnen, dass ihnen vom neuen Dienstgeber eine kostenlose Wohnung und ein Firmenwagen mit Chauffeur angeboten wird.
Und während man in den USA wie in vielen anderen westlichen Ländern derzeit Einsprungen an allen Ecken und Enden vornimmt, spendiert die Regierung den Rückkehrwilligen als kleinen Vorgeschmack außerdem kostenlose Chinareisen, bei denen die Mitarbeiter in spe endgültig von den Vorzügen der Heimat überzeugt werden sollen.
Abkürzung "IC"
Ungefähr 30 Prozent der Technologiefirmen in Silicon Valley mit Umsätzen von 19,5 Milliarden USD und über 70.000 Jobs werden von chinesischen und südasiatischen Unternehmern geführt. Darauf bezieht sich auch ein weit verbreiteter Witz, der besagt, dass die Abkürzung "IC" in kalifornischen Firmennamen nicht, wie man annimmt, für "Integrated circuits", sondern vielmehr für die Inder und Chinesen, die diese Unternehmen führen, steht.
