Keine Handy-Beschränkung in den "Öffis"
In Italien soll es allzu redseligen Handybenützern, die damit ihre Mitmenschen nerven, zumindest in Personenzügen bald an den Kragen gehen.
Im römischen Parlament wurde in der Vorwoche eine Gesetzesvorlage eingereicht, welche die Einführung von "handyfreien" Waggons auf ICE-Zügen vorsieht.
Plauderfreudige Nutzer der heimischen ÖBB dürfen jedoch aufatmen. Hier zu Lande sehen die Verantwortlichen noch keinen Handlungsbedarf. "Bei uns ist nichts dergleichen geplant", erklärte Stefan Pauser von der ÖBB-Pressestelle.
Bisher hätte sich nicht mehr als eine Hand voll Kunden über geschwätzige Mitreisende aufgeregt: "Das sind die üblichen Verdächtigen. Bei uns sind die Leute eher glücklich, dass sie telefonieren dürfen."
Handyverbot bei öffentlichen Veranstaltungen in New York
Auch in den USA wird Vieltelefonierern das Leben schwer gemacht.
Der New Yorker Stadtrat hat letzten Monat einen Gesetzesentwurf
eingebracht, nach dem der Gebrauch von Handys bei öffentlichen
Veranstaltungen verboten werden soll. Lediglich bei Sport-Events und
in Notfällen soll es noch erlaubt sein, sein Handy zu nutzen.
New York will radikales HandyverbotWeiter telefonieren bei den Wiener Linien
Bei den Wiener Linien dürfte es sich ähnlich verhalten. Im Jahr 2002 sind beim Kundendienst ganze zehn Beschwerden über "Dauerquassler" in U-Bahnen oder Autobussen eingegangen.
"Bei uns ist das also nicht wirklich ein Problem", meinte dazu Pressesprecherin Brigitte Gindl. Zu Beginn, als die Mobiltelefonie noch nicht so verbreitet war, hätte es weit mehr Unmutsäußerungen gegeben.
Inzwischen selten gewordenes Exemplar: Der Handyhasser
Dass Handyhasser existieren, beweist ein Blick ins Internet, wo
Gegner des allgegenwärtigen Gebimmels zu mitunter drastischen
Maßnahmen greifen. Sie erfreuen sich etwa daran, in der
Öffentlichkeit telefonierenden Personen das Handy zu entreißen und
so lange auf ihrer Beute herumzutrampeln, bis diese nie mehr
klingelt.
Phonebashing
