21.12.2002

LEBENSQUALITÄT

Bildquelle: PhotoDisc

New York will radikales Handyverbot

Nicht nur Raucher haben in New York mit Beschränkungen zu kämpfen, jetzt wird auch Vieltelefonierern das Leben erschwert.

Der New Yorker Stadtrat hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, nach dem der Gebrauch von Handys bei fast allen öffentlichen Veranstaltungen verboten werden soll.

Demnach heißt es "Aus" für Mobiltelefone bei Konzert, Kino, Theater, Vorlesungen, Tanzvorführungen, Museum, Bibliothek und Galerien. Lediglich bei sportlichen Veranstaltungen soll es noch erlaubt sein, sein Handy zu nutzen. Eine Ausnahme gelte auch für Notfälle.

Die Stadtverwaltung will mit dem Handyverbot zur "Verbesserung der Lebensqualität" beitragen.

50 USD Strafe pro Handyläuten

Vergisst man das Handy abzustellen, sollen 50 USD Strafe pro unerlaubtem Handyklingeln fällig werden. Weiters muss das Handy für die Dauer der Vorstellung abgegeben werden.

Auch sonst werden Mobiltelefonbesitzer fast schon so behandelt wie Raucher: als öffentliches Ärgernis. Viele Restaurants und Bars haben ein deutlich sichtbares Schild mit einem rot durchgestrichenen Handy neben ihren Menükarten.

Im Wochenendbus zu den Hamptons gilt eine Drei-Minuten-Regel, die auch strikt befolgt wird. Und wer je in einem Linienbus auf der Fifth Avenue in Manhattan versucht hat zu telefonieren, kann sich sicher sein, bösen Blicken und giftigen Bemerkungen ausgesetzt zu sein.