Neue Chance für Serbien-Einstieg der TA
Nachdem die mobilkom austria den Zuschlag für die serbische Mobi63 nicht erhalten hat, soll der Markt über die Ersteigerung der dritten serbischen Handylizenz erschlossen werden. Dabei ist die TA-Tochter der einzige Bewerber.
Die börsennotierte Telekom Austria [TA] rechnet sich wieder bessere Chancen für einen Markteinstieg in Serbien aus.
Einziger Bewerber für dritte Lizenz
Nachdem die TA-Mobilfunktochter mobilkom austria Ende Juli bei der Versteigerung des serbischen Mobilfunkers Mobi63 der norwegischen Telenor unterlegen war, sei sie nun der einzige Bewerber für die zum Verkauf ausgeschriebene dritte serbische Mobilfunklizenz, bestätigte TA-Sprecherin Elisabeth Mattes am Freitag.
"Die absoluten Experten"
Man rechne sich daher gute Chancen aus, in Serbien doch noch zum Zug zu kommen, so Mattes. Dass die mobilkom bei der dritten Lizenz - entgegen den Erwartungen - nun doch keine Mitbewerber hat, führt Mattes auf die hohe Marktkenntnis der TA-Gruppe zurück: "Wir sitzen seit fünf Jahren auf diesem Markt drauf und kennen ihn wie unsere Westentasche. Wir sind die absoluten Experten."
Außerdem könne auch mitgespielt haben, dass die Mitbewerber gesehen hätten, dass die mobilkom alles tun werde, um diese Lizenz zu bekommen, und daher von einer Teilnahme am Lizenzverkaufsprozess abgesehen hätten.
Nachdem Mobi63 an einen anderen Bieter gegangen war, zeigte sich TA-Chef Boris Nemsic ohne Reue: Der Kaufpreis von mehr als 1,5 Mrd. Euro sei "nicht gerechtfertigt" gewesen, so Nemsic.
Ausgangspreis: 320 Mio. Euro
Die TA werde wie im Zeitplan vorgesehen bis zum 3. November ein verbindliches Angebot für die Lizenz legen, die zu einem Ausgangspreis von 320 Mio. Euro verkauft werden soll, bestätigte Mattes. Die Lizenz wird für zehn Jahre bei automatischer Verlängerung um weitere zehn Jahre vergeben.
Die Tenderunterlagen mussten bis Mittwoch abgeholt werden, die mobilkom war wie berichtet der einzige Bewerber, der das tatsächlich gemacht hat.
(APA)
