02.01.2003

LINUXBOX

Bildquelle: fuZo

200.000 Dollar für die Linux-Xbox

Die Entwickler des Xbox-Linux-Projekts haben endlich ihr gut gehütetes Geheimnis gelüftet und den Namen des anonymen Spenders des Preisgeldes von 200.000 USD preisgegeben.

Es handelt sich um einen der wohl hartnäckigsten, aber auch umstrittensten Herausforderer Microsofts: Michael Robertson, Chef von Lindows.com.

Robertson ist für seine Attacken gegen den übermächtigen Konkurrenten Microsoft bekannt. Mit der zuerst geheimnisumwitterten Stiftung der satten Prämie für ein lauffähiges und vor allem legales Linux auf der Xbox und der anschließenden medienwirksamen Enthüllung des Geheimnisses knallt er erneut einen Schuss in Richtung Redmond.

[Noch] ist ein Mod-Chip notwendig

Das ausgelobte Preisgeld gliedert sich in zwei Teile. 100.000 USD bekommt, wer zuerst ein lauffähiges Linux für die Xbox entwickelt.

Weitere 100.000 USD gehen an den, der das auch noch ohne Modifikation der Hardware schafft, sprich ohne Mod-Chip.

Der erste Teil der Aufgabe gilt als erledigt, erste Gelder sollen demnächst an 20 Projektbeteiligte ausbezahlt werden.

Die erste "komplette" Linux-Distribution für die [noch] modifizierte Spielkonsole ist "Xbox Linux Mandrake 9". Das Software-Paket enthält unter anderem die Desktop-Benutzeroberflächen Gnome und KDE sowie OpenOffice und den Browser Mozilla.

Frist bis Ende 2003 verlängert

Wie das Xbox-Linux-Projekt berichtet, hat Robertson die ursprüngliche Frist bis Ende Dezember 2002 für die Lösung des zweiten Teils um ein weiteres Jahr verlängert.

Das Projekt will nun neue Analyse-Tools auf seiner Webseite veröffentlichen. Außerdem können demnächst die erneuerten Regeln für den verlängerten Wettbewerb eingesehen werden.