Lindows soll Microsoft unter Druck setzen
Im Kleinkrieg gegen den übermächtigen Konkurrenten Microsoft hat Lindows-CEO Michael Robertson eine neue Masche entdeckt.
Laut Robertsons exklusiven Erkenntnissen sind Microsofts Sales-Mitarbeiter darauf erpicht, abtrünnige PC-Händler mit Rabatten für Windows XP zurückzuholen.
Sein Vorschlag für Händler lautet nun: Lindows lizenzieren, um Windows billiger zu bekommen.
Robertson ohne Vertrauen in MS-Handschrifterkennung
Vor zwei Wochen hat Robertson in seinem Newsletter einen
Tablet-PC mit Lindows OS angekündigt, der im Gegensatz zu Microsofts
Produkten ohne Handschrifterkennung kommt. Laut Robertson gibt es
aber ohnedies keine funktionierende Handschriftenerkennung.
Tablet-PC mit Lindows kommt 2003Bis zu 50 Prozent Rabatt
Im Lindows-Newsletter legt Robertson seine Strategie wie folgt dar: Gelingt es einem Händler oder PC-Hersteller, die Account-Manager von Microsoft zu überzeugen, dass man eine gewisse Anzahl von PCs mit Lindows OS ausstatten will, so seien diese bereit, die Abwanderung durch satte Preisnachlässe zu verhindern.
Robertson will in Erfahrung gebracht haben, dass dieser Nachlass bis zu 50 Prozent erreichen kann.
Als Voraussetzung sieht Robertson selbstredend an, dass man zuvor eine gewisse Anzahl von Systemen mit Lindows ausrüstet, als Anschauungsmaterial quasi, oder gleich die Systembuilder-Lizenz erwirbt.
Die Kosten für eine solche Lizenz aus dem Hause Lindows seien mit 500 USD pro Monat vergleichsweise gering.
Preisnachlässe eigentlich verboten
Mit dem kürzlich ergangenen Urteil im Kartellprozess kollidiert
die von Robertson entdeckte Rabattpraxis anscheinend nicht. Im
Urteil, das solche Preisnachlässe eigentlich verbietet, seien nur
die Top-20-OEMs aufgeführt, argumentiert Robertson. Die vielen
kleinen Systemhäuser seien davon nicht betroffen.
Richterin stimmt Microsoft-Kompromiss zuAusgetrickst?
Der Schuss in Richtung Redmond könnte - angenommen es gibt die Rabatt-Offerte - für Robertson allerdings auch nach hinten losgehen.
Vielleicht reicht den vermeintlich Discount-freudigen Microsoft-Verkäufern auch der bloße Hinweis, dass man einen Umstieg ins Auge fasst, um großzügig Rabatte zu gewähren. So kämen die Händler zu günstigen Konditionen, ohne vorher auch nur einen Dollar für Lindows OS ausgeben zu müssen.
Lindows.com gewinnt gegen MS
In einem Prozess um die Website Lindows.com hat Lindows schon
einmal gegen MS gewonnen. Ein Gericht entschied, dass die Website
trotz der Namensähnlichkeit mit dem Microsoft-Betriebssystems
"Windows" weiter bestehen darf.
Microsoft verliert erneut gegen Lindows
