31.12.2002

EXPANSION

Bildquelle: fuZo

Linux in Asien weiter auf dem Vormarsch

Linux ist ein ursprünglich europäisches Phänomen. Von Linus Torvalds in Finnland entwickelt, sind viele bekannte Linux-Unternehmen auch in Europa ansässig.

KDE kommt aus Deutschland und ist eng verknüpft mit der norwegischen TrollTech. Mandrake ist französisch, SuSE wiederum deutsch.

Während sich Europa als Entwicklungszentrum einen Namen gemacht hat, haben es die USA zum Zentrum der kommerziellen Aktivitäten rund um Linux gebracht, da Red Hat, Turbolinux und andere marktführende Distributionen dort ansässig sind.

Asien als Linux-Wachstumsmarkt

Doch eine zunehmende Anzahl an Linux-Entwicklungen der nächsten Generation soll aller Voraussicht nach in Asien, von Südkorea über China bis Indien, stattfinden.

Die Regierungen der asiatischen Länder sehen Linux als kostengünstige Alternative zu Microsoft-Betriebssystemen und wollen mit eigenen Distributionen die heimische Wirtschaft ankurbeln.

Auch Afrika und der Nahe Osten haben bereits Linux für sich entdeckt, sie können derzeit jedoch bei Computer- bzw. IT-Infrastrukturen und computerorientierten Ausbildungen noch nicht mit Ländern wie China, Indien, Vietnam, Malaysia und natürlich Japan konkurrieren.

Wachstum von Anwendungen abhängig

Das weitere Linux-Wachstum in Asien hängt aber nicht zuletzt von der Art der Anwendungen ab, die künftig für das Betriebssystem zur Verfügung stehen.

Bisher wird Linux hauptsächlich für einfachere Applikationen wie File-Sharing und E-Mail genutzt.

Damit das Open-Source-Betriebssystem weiter an Marktanteilen gewinnt, müssen Lösungen für große Datenbanken und E-Commerce entwickelt werden.