Japanische Rakete erfolgreich gestartet
Die Japanische Raumfahrtbehörde [NASDA] startete am Samstag erfolgreich die H-2A-Trägerrakete vom Tanegashima-Weltraumcenter in der Präfektur Kagoshima.
Die Rakete konnte ihre Mission fehlerfrei durchführen und vier Satelliten, darunter auch den 11,2-Millionen-Dollar-teuren australischen Telekommunikationssatelliten FedSat, auf ihre Umlaufbahnen aussetzen.
Das ist für die Trägerrakete H-2A der vierte Erfolg in Folge, nachdem bereits im August 2001 und Februar 2002 zwei Testraketen ohne Probleme starteten und im September 2002 zwei Satelliten von H-2A auf ihre Umlaufbahnen ausgesetzt werden konnten.
NASDA zurfrieden
"Der Erfolg zeigt, dass [unsere Trägerrakete] H-2A Fortschritte
dabei macht, Weltklasse-Vertrauen zu gewinnen", sagte der japanische
Minister für Wissenschaft und Technik, Atsuko Toyama, der zugleich
die nationale Raumfahrtbehörde NASDA [National Space Development
Agency of Japan] leitet.
H-2A
FedSatGeschäft mit kommerziellen Satelliten
Japan bemüht sich auf einem hart umkämpften Markt um den Aufbau eines eigenen Geschäfts mit kommerziellen Satelliten.
Ein Erfolg des Transports galt als entscheidend für das japanische Raumfahrtprogramm, das für hohe Kosten und seine Misserfolge kritisiert wird.
Denn die Entwicklung japanischer Raketen war in den letzten Jahres nicht eben von Erfolg gesegnet. Die H-2-Raketen litten 1998 und 1999 unter Havarien und auch die M-V-Rakete verbuchte 2000 einen Fehlstart.
Im September 2002 konnte die dritte H-2A-Trägerrakete schließlich zwei japanische Satelliten erfolgreich ins All transportieren.
Europäische Raumfahrt mit Rückschlägen
Erst vor wenigen Tagen war der Start der europäischen
Trägerrakete Ariane 5-Plus spektakulär fehlgeschlagen. Nur drei
Minuten nach dem Start vom Raumfahrtbahnhof Kourou in
Französisch-Guyana musste die Rakete in einer Höhe von 120
Kilometern aus Sicherheitsgründen gesprengt werden.
EU-Prestigerakete wurde gesprengt
