09.12.2002

STUDIE

Bildquelle: PhotoDisc

Kein Spam-Problem im Büro

In letzter Zeit mehren sich die Expertenstimmen, die einen drohenden Zusammenbruch des gesamten E-Mail-Systems auf Grund der Zunahme von unaufgeforderten kommerziellen E-Mails prognostizieren.

Ein neuer Report will herausgefunden haben, dass US-Arbeitskräfte mit der angeblichen Spamflut trotz der wachsenden Anzahl aufdringlicher Werbemails gut zurechtkommen.

Fleißige Admins und gute Filter-Software

Laut Pew Research Center könnten die meisten sogar eine nahezu Spam-freie Inbox dank engagierter Administratoren und strenger Filterregeln im Büro ihr Eigen nennen.

Ein weiterer Grund für das nicht existente Spam-Problem im Büro könnte sein, dass die dienstliche E-Mail-Adresse lange nicht so freizügig verteilt wird wie etwa die private.

Deshalb dürften laut der Studie Junk-Mails ein Phänomen sein, das vor allem im privaten Bereich auftritt. Ein durchschnittlicher US-Internet-Nutzer bekommt 2.200 Spam-Mails pro Jahr.

Experten uneinig

MessageLabs, das regelmäßig Spam-Statistiken von US-Firmen erstellt, ist von dem Ergebnis des Pew Research Centers überrascht.

"Unsere Statistiken zeichnen ein völlig anderes Bild", sagte ein MessageLabs-Sprecher. "Spam wird immer aggressiver, derzeit ist jede sechste E-Mail in US-Unternehmen bereits in die Kategorie Spam einzuordnen."

Die meisten schätzen E-Mail

Allgemein kommt die große Mehrheit der 57 Millionen "Work-E-Mailers" in den USA mit dem Kommunikationsmittel E-Mail gut zurecht.

Die Hälfte der Befragten gab an, dass sich ihr E-Mail-Volumen im letzten Jahr erhöht habe, während es für die andere Hälfte gleich geblieben ist. Überhaupt nur sechs Prozent erhalten mehr als 50 E-Mails pro Tag.

Über die Hälfte schätzt die E-Mail für einfache wie auch kompliziertere Arbeitsinhalte, sensible Daten wie Probleme am Arbeitsplatz werden jedoch nach wie vor lieber telefonisch oder persönlich besprochen.