Kein Spam-Problem im Büro
In letzter Zeit mehren sich die Expertenstimmen, die einen drohenden Zusammenbruch des gesamten E-Mail-Systems auf Grund der Zunahme von unaufgeforderten kommerziellen E-Mails prognostizieren.
Ein neuer Report will herausgefunden haben, dass US-Arbeitskräfte mit der angeblichen Spamflut trotz der wachsenden Anzahl aufdringlicher Werbemails gut zurechtkommen.
Zehn kommen - fünf gehen
Für die Studie wurden 2.447 Amerikaner befragt. Die Befragten
beschäftigen sich etwa eine halbe Stunde pro Tag mit dem Lesen und
Sortieren der durchschnittlich zehn empfangenen E-Mails und
schreiben fünf E-Mails pro Tag.
Der ReportFleißige Admins und gute Filter-Software
Laut Pew Research Center könnten die meisten sogar eine nahezu Spam-freie Inbox dank engagierter Administratoren und strenger Filterregeln im Büro ihr Eigen nennen.
Ein weiterer Grund für das nicht existente Spam-Problem im Büro könnte sein, dass die dienstliche E-Mail-Adresse lange nicht so freizügig verteilt wird wie etwa die private.
Deshalb dürften laut der Studie Junk-Mails ein Phänomen sein, das vor allem im privaten Bereich auftritt. Ein durchschnittlicher US-Internet-Nutzer bekommt 2.200 Spam-Mails pro Jahr.
Die Studie widerspricht damit anderen Experten wie dem britischen E-Mail-Filter-Unternehmen MessageLabs, das meint, dass bis zu 90 Prozent des täglichen E-Mail-Aufkommens zu unerwünschten Werbesendungen zählen.
MessageLabsExperten uneinig
MessageLabs, das regelmäßig Spam-Statistiken von US-Firmen erstellt, ist von dem Ergebnis des Pew Research Centers überrascht.
"Unsere Statistiken zeichnen ein völlig anderes Bild", sagte ein MessageLabs-Sprecher. "Spam wird immer aggressiver, derzeit ist jede sechste E-Mail in US-Unternehmen bereits in die Kategorie Spam einzuordnen."
Einzweck-Adresse soll helfen
Eine Software, die für jede gesendete E-Mail eine einmalige
Absenderadresse generiert, könnte nach Meinung von US-Forschern
dabei helfen, das lästige Spam-Problem in den Griff zu bekommen.
Verschlüsselte Regeln, versteckt in der Absenderadresse, sollen
dabei festlegen, wer auf die E-Mail antworten darf und wie viele
Antworten gesendet werden dürfen.
Smarte E-Mail-Adressen gegen SpamDie meisten schätzen E-Mail
Allgemein kommt die große Mehrheit der 57 Millionen "Work-E-Mailers" in den USA mit dem Kommunikationsmittel E-Mail gut zurecht.
Die Hälfte der Befragten gab an, dass sich ihr E-Mail-Volumen im letzten Jahr erhöht habe, während es für die andere Hälfte gleich geblieben ist. Überhaupt nur sechs Prozent erhalten mehr als 50 E-Mails pro Tag.
Über die Hälfte schätzt die E-Mail für einfache wie auch kompliziertere Arbeitsinhalte, sensible Daten wie Probleme am Arbeitsplatz werden jedoch nach wie vor lieber telefonisch oder persönlich besprochen.
