06.12.2002

OPEN SOURCE

Bildquelle: fuZo

Linux-Projekt erfolgreich getestet

Das Open-Source-Projekt des Bildungsministeriums ist bereits einer ersten Testphase unterzogen worden.

In einem Testlauf wurden bereits rund 80 Schüler in Linux unterrichtet, den abschließenden Test absolvierten etwa zwei Drittel positiv.

"Ein Spaziergang soll das Ganze nicht werden. Wenn die Schüler ein Zertifikat erwerben wollen, müssen sie schon etwas leisten", so ein Experte des Bildungsministerium. Die Zertifizierungen sind nach dem Modulsystem aufgebaut.

Wie berichtet, wollen das Bildungsministerium, IBM Österreich und die Finanzakademie Austria Open Source in Österreichs Schulen einführen.

"Innovativer Schritt"

Sie würden damit "... einen innovativen Schritt in Richtung 'Open Source'- Arbeitsformen in der Informatik und Wissenszertifizierung für Schüler, Studenten und Lehrer setzen", so das Bundesministerium in seiner Aussendung.

Mit einem Paket von Lehrerschulungen, Schüler-Installationspartys und Empfehlungen für Open-Source-Produkte soll die Nutzung von Betriebssystemen [Linux], Office-Software [StarOffice, OpenOffice] bis hin zu lizenzgebührenfrei verwendbaren Lernplattformen gefördert werden.

"Speziell im IT-Bereich, der nach wie vor durch eine unglaubliche Innovationsgeschwindigkeit gekennzeichnet ist, müssen die österreichischen Bildungseinrichtungen und die Wirtschaft eng zusammenarbeiten", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer [ÖVP] anlässlich der Präsentation des österreichischen "Linux-Expert Level"-Zertifikates.

MS: "Egal ob mit Linux oder MSDN"

Auf Anfrage der fuZo erklärte MS-Sprecher Thomas Lutz, Microsoft begrüße die Bestrebungen des Bildungsministeriums die IT Zertifizierungen an den Schulen zu fördern.

Open Source Software sei Bestandteil des bestehenden Software Ökosystems und es sei durchaus sinnvoll, diese Vielfältigkeit des IT Bereiches auch im Ausbildungsbereich abzubilden.

Speziell die Entwicklung von Softwareprojekten innerhalb von Communities sei sicherlich eine Bereicherung für jeden angehenden IT Profi, "egal ob er diese Erfahrung mit Unix/Linux oder dem Microsoft Developer Network [MSDN] macht".

Lutz betonte weiter, dass nicht nur IBM sondern auch Microsoft Österreich und andere Anbieter wie Cisco, SAP oder Novell die IT Ausbildung von Lehrern und Schülern bereits seit vielen Jahren fördere.