Ein Roboter allein im Kaufhaus
Roboter, die Weihnachtseinkäufe erledigen, gibt es zwar noch nicht, aber ein Pilotprojekt der Universität Rostock könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein, glauben zumindest die Forscher.
Informatiker des Lehrstuhls für Rechnerarchitektur haben in der Rostocker Kaufhof-Filiale ein Wireless-LAN eingerichtet, über das ein Roboter drahtlos via Internet gesteuert werden kann.
Seit Montag kann jeder Besucher der Website den Roboter mittels Java-Applets zwischen 20.30 Uhr und 7.00 Uhr durch die Sportabteilung des Kaufhauses streifen lassen - und dabei unter Umständen Preise gewinnen.
Roboka - der Roboter im KaufhausBetriebssystem Red Hat Linux 8
Das Projekt "Roboka" [Roboter im Kaufhaus] hat hardwareseitig einen embedded Pentium III mit einem GHz eingesetzt. Die Motoren und die 16 Sonar-Sensoren des Roboters steuert das so genannte Motion Control Board von Active Media.
Als Betriebssystem kommt Red Hat Linux 8 zum Einsatz. Die Software zur Robotersteuerung ebenso wie das Java-Applet und die Steuerungssoftware der Kamera wurden selbst entwickelt.
Um die Verteilung der Live-Bilder auch für ein breites Publikum zu ermöglichen, setzen die Forscher eine Client-Server-Architektur ein. Der Roboter überträgt die Bilder [30 Aufnahmen pro Sekunde] über WLAN an einen Server.
Roboter im Wacheinsatz
Für zu Hause gibt es bereits einige Anwendungen für
ferngesteuerte Roboter, die sich aber auch selbstständig bewegen
können. Der "Mosro Mini" von "Robowatch" überwacht die Wohung, kann
aber auch die Heizung einschalten und bewegte Bilder übertragen.
Elektronischer Wachhund hütet HausDer "Maron-1" kann über ein Handy oder Touchpad gesteuert werden und soll ebenfalls Überwachungsaufgaben im Haushalt oder in Büros übernehmen können. Daten und Bilder werden bei Bedarf direkt auf ein Handy übermittelt.
Haushaltsroboter mit Handy-SteuerungUNO: Roboter bald alltäglich
Ein aktueller Bericht der UNO besagt, dass Haushaltsroboter in einiger Zeit genauso alltäglich sein werden wie Mobiltelefone und PCs.
Haushaltsarbeiten wie Boden schrubben, Staubsaugen, Geschirrspüler ausräumen oder Tisch decken könnten somit bald der Vergangenheit angehören - zumindest, wenn man über das nötige Kleingeld verfügt.
Laut der Studie werden die Verkaufszahlen in den nächsten zehn bis 15 Jahren, dank immer besserer Performance der Roboter und fallender Preise, drastisch steigen.
Jährliche Studie der UNO
Die jährliche Erhebung der UN Economic Commission for Europe
prognostiziert, dass mit der Verbreitung von PCs und
Internetverbindungen und der Zunahme des digitalen Wissens der
Übergang zu immer mehr Robotern einhergeht.
Roboter gehören bald in jeden Haushalt
