28 Mrd. Euro Verlust für Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom könnte nach einem Zeitungsbericht dieses Jahr mit dem höchsten Verlust abschließen, den je eine Gesellschaft des Deutschen Aktienindex [DAX] ausgewiesen hat.
Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf nicht näher bezeichnete informierte Kreise berichtete, erwartet das Unternehmen bis Ende des Jahres ein Minus bis zu 28 Mrd. Euro.
Größter Brocken sei eine Sonderabschreibung von etwa 20 Mrd. Euro auf den Wert von teuer eingekauften Töchtern und auf UMTS-Mobilfunklizenzen. Hinzu kämen bis Ende dieses Jahres bis zu acht Mrd. Euro Verlust aus dem operativen Geschäft. In den ersten neun Monaten des Jahres sei bereits ein Fünf-Milliarden-Euro-Verlust aufgelaufen, berichtete die Zeitung. Die Telekom habe das nicht kommentieren wollen.
Donnerstag: T-Mobile- soll DT-Chef werdenKein Verkauf von Voicestream
Weiter schrieb die Zeitung, der Telekom-Vorstand habe sich inzwischen darauf geeinigt, die US-Mobilfunktochter Voicestream nicht zu verkaufen.
Verhandlungen mit der US-Konkurrenz Cingular über einen Einstieg als Mitgesellschafter würden nach "Handelsblatt"- Informationen zunächst nicht fortgesetzt. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass in ein bis zwei Jahren erneut über Partnerschaften in den USA verhandelt werde.
Der Aktienkurs der Deutschen Telekom lag heute um 17 Uhr rund drei Prozent im Minus.
Nach dem Rücktritt von Telekom-Chef Ron Sommer im Juli wurde an den Märkten über den Verkauf oder eine Fusion der US-Mobilfunktochter spekuliert, damit die Telekom ihr geplantes Schuldenziel erreichen kann. Die Telekom will bis Ende kommenden Jahres ihre Verschuldung von zuletzt rund 64 Mrd. Euro auf deutlich unter 60 Mrd. Euro senken.
