11.11.2002

NOTRUF

Bildquelle: PhotoDisc

28 Mrd. Euro Verlust für Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom könnte nach einem Zeitungsbericht dieses Jahr mit dem höchsten Verlust abschließen, den je eine Gesellschaft des Deutschen Aktienindex [DAX] ausgewiesen hat.

Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf nicht näher bezeichnete informierte Kreise berichtete, erwartet das Unternehmen bis Ende des Jahres ein Minus bis zu 28 Mrd. Euro.

Kein Verkauf von Voicestream

Weiter schrieb die Zeitung, der Telekom-Vorstand habe sich inzwischen darauf geeinigt, die US-Mobilfunktochter Voicestream nicht zu verkaufen.

Verhandlungen mit der US-Konkurrenz Cingular über einen Einstieg als Mitgesellschafter würden nach "Handelsblatt"- Informationen zunächst nicht fortgesetzt. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass in ein bis zwei Jahren erneut über Partnerschaften in den USA verhandelt werde.

Der Aktienkurs der Deutschen Telekom lag heute um 17 Uhr rund drei Prozent im Minus.

Nach dem Rücktritt von Telekom-Chef Ron Sommer im Juli wurde an den Märkten über den Verkauf oder eine Fusion der US-Mobilfunktochter spekuliert, damit die Telekom ihr geplantes Schuldenziel erreichen kann. Die Telekom will bis Ende kommenden Jahres ihre Verschuldung von zuletzt rund 64 Mrd. Euro auf deutlich unter 60 Mrd. Euro senken.