AMD-Chipdesign schrumpft langsamer
Im Rahmen eines Analysten-Briefings hat AMD seine Prozessor-Roadmap bis 2004 enthüllt. Insgesamt drei neue Varianten des Hammer-Designs sind geplant, der Einstieg in die 90-Nanometer-Technologie erfolgt erst 2004.
Damit hat AMD diesen wichtigen Schritt gegenüber der ursprünglichen Planung um sechs Monate verschoben.
Jetzt soll die bisherige Linie des Athlon XP mit Palomino-Kern im ersten Halbjahr 2003 abgelöst werden. Dazu werden zuerst die Desktop- und Notebook-Versionen mit dem neuen Kern "Barton" erscheinen, der einen auf 512 KB verdoppelten L2-Cache mitbringt.
Kurz danach, auch noch im ersten Halbjahr 2003, folgen die ersten 64-Bit-Hammer-Prozessoren. Die Desktop-Variante "Clawhammer" und der Serverprozessor "Opteron" sollen nun zeitgleich erscheinen, ebenso wie die Dual-Variante des Barton [MP]. Bis dahin ist auf der neuen Roadmap nur noch ein mobiler Clawhammer verzeichnet. Bis auf den Barton MP stellt AMD die Produktion auf SOI-Technologie um. Das gesamte nächste Jahr hindurch will das Unternehmen bei 130 Nanometern Strukturbreite bleiben.
"Hammer" soll Design-Probleme haben"Odessa" und "Athens"
Im ersten Halbjahr 2004 plant AMD dann neue Cores für die Hammer-Prozessoren. Der neue mobile Clawhammer heißt "Odessa", die Desktop-Variante "San Diego", und der neue Opteron "Athens".
Neben diesen Codenamen gab der Chiphersteller nur bekannt, dass diese CPUs mit 90 Nanometern Strukturbreite gefertigt werden sollen. Konkurrent Intel geht den umgekehrten Weg: Dort will man schon im zweiten Halbjahr 2003 mit dem "Prescott" eine 90-nm-CPU in Serie fertigen, verzichtet aber vorerst auf SOI.
