Microsofts Linux-Bashing kontraproduktiv
Microsoft hat in einem internen Papier angeblich die Nutzlosigkeit der verbalen Angriffe gegenüber der Open-Source-Gemeinde festgestellt, berichtet "OpenSource.org", das das Papier für die Community analysierte.
Im "Halloween Paper", einem jährlichen Rundschreiben zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens, wurden dafür Umfragen unter den Nutzern zum Thema Open-Source-Software ausgewertet.
Dabei kam Microsoft zu dem Schluss, dass die "FUD-Angriffe" [Fear, Uncertainty, Doubt] als Methode, Konkurrenten schlecht zu machen, nicht nur nutzlos waren, sondern dem Ansehen des Unternehmen sogar geschadet haben.
"Linux ist unsicher und zu teuer"Sympathie-Bonus
Auch in verschiedenen anderen Bereichen wie der Sicherheit und der TCO-Diskussion räumt Microsoft Schwächen in der Positionierung ein. Vor allem im internationalen Geschäft sieht der Konzern Probleme auf sich zukommen.
Die in Frankreich, Deutschland und Japan geführten Diskussionen um eine mögliche Unabhängigkeit von Produkten der IT-Industrie in den USA und in erster Linie von Microsoft haben der Open-Source-Gemeinde zu größerer Bekanntheit verholfen.
In den Führungsebenen von Unternehmen herrsche daher eine größere Sympathie mit dem Linux-Lager, als die tatsächliche Nutzung der freien Software bisher vermuten lässt.
Wie die Autoren bei OpenSource.org weiter ausführen, sei das gesamte Dokument von einer äußerst defensiven Haltung des Redmonder Konzerns gekennzeichnet. Die Open-Source-Verfechter sollten demnach in der Auseinandersetzung in erster Linie die Unterschiede zwischen dem Redmonder "Shared Source" und der allgemeinen Offenlegung der Quellcodes bei freier Software hervorheben.
Die Analyse
