NTT DoCoMo mit Gewinneinbruch
Der Nettogewinn von Japans führendem Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo ist in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres wegen hoher Abschreibungen um mehr als 95 Prozent eingebrochen. Das Unternehmen reduzierte zugleich seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2002/2003.
Die Japaner gaben am Donnerstag für die Monate April bis September einen Nettogewinn von 4,17 Milliarden Yen [rund 34 Millionen Euro] bekannt. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 89,2 Milliarden Yen. Der Umsatz verbesserte sich dagegen um 1,9 Prozent auf 2,38 Billionen Yen.
Der Gewinneinbruch und die revidierte Prognose waren weithin erwartet worden, nachdem NTT DoCoMo im Oktober einen geschätzten Wertverlust ausländischer Beteiligungen von 573 Milliarden Yen für das erste Geschäftshalbjahr angekündigt hatte. Die Japaner hatten 1,9 Billionen Yen in Minderheitsanteile bei verschiedenen ausländischen Anbietern investiert, um ihre drahtlose Internet-Technologie "i-mode" voranzutreiben und die Grundlagen für die Mobilfunkstandards der dritten Generation zu legen.
NTT DoCoMo schreibt 4,7 Mrd. Euro abReduzierte Prognose
Für das Geschäftsjahr 2002/2003 [zum Ende März] rechnet der Konzern, der nach eigenen Angaben einen Anteil von 58 Prozent am heimischen Markt hat, nun mit einem Nettogewinn von 182 Milliarden Yen nach US-Rechnungslegungsstandards.
Im Mai hatte NTT DoCoMo noch ein Ergebnis von 511 Milliarden Yen vorausgesagt, allerdings auf Basis japanischer Rechnungslegungsstandards.
Kolportiert: NTT DoCoMo ohne AuslandsinvestitionenUMTS-Ausblick
NTT DoCoMo hat außerdem seine Absatzprognose für UMTS-Mobiltelefone für das laufende Geschäftsjahr 2002/03 deutlich von 1,38 Millionen auf 320.000 Geräte zurückgenommen.
Grund für die langsame Verbreitung des FOMA-Angebots sei die geringe technische Abdeckung der Fläche, der hohe Stromverbrauch und das geringe Inhalte-Angebot, teile NTT DoCoMo mit.
Bis Ende März 2003 will NTT DoCoMo die Verfügbarkeit des FOMA-Netzes auf 90 Prozent des bewohnten Gebiets Japans ausdehnen. Zudem sollen neue Mobiltelefone angeboten werden, die über eine längere Akkulaufzeit verfügen und kleiner sind. Gleichzeitig kündigte NTT DoCoMo neue Dienste an.
