NTT DoCoMo ohne Auslandsinvestitionen
Der größte japanische Mobilfunkbetreiber NTT DoCoMo will einem Pressebericht zufolge bis zur Erholung des globalen Telekommunikationsmarktes keine weiteren Auslandsinvestitionen mehr vornehmen.
Hintergrund seien die beim Engagement in ausländischen Kapitalallianzen bisher erlittenen hohen Verluste, berichtete die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun" am Mittwoch. Ein Sprecher des Konzerns wollte dazu nicht Stellung nehmen. NTT DoCoMo war Beteiligungen an der US-Firma AT&T Wireless, der niederländischen E- Plus-Mutter KPN Mobile und der britischen Hutchinson eingegangen.
80 Prozent der Investitionen als Verlust
Um seinen in Japan erfolgreichen mobilen Internet-Dienst i-mode
und Mobilfunktechnologien der dritten Generation auch im Ausland zu
verbreiten, hatte das Unternehmen dem Bericht nach seit 1999 rund
1,8 Billionen Yen [15 Mrd. Euro] investiert. Doch als Folge der dann
einsetzenden IT-Flaute habe NTT DoCoMo rund 80 Prozent seiner
Auslandsinvestitionen als Verlust abschreiben müssen.
NTT DoCoMoDas Unternehmen muss Berichten zufolge für die erste Hälfte des noch bis 31. März laufenden Geschäftsjahres 573 Milliarden Yen an Wertberichtigungen auf Investitionen in den drei ausländischen Partnern vornehmen.
