07.11.2002

Q3 2002

Bertelsmann rutscht in die roten Zahlen

Der Medienkonzern Bertelsmann schreibt rote Zahlen. Wie der belgische Minderheitsaktionär Groupe Bruxelles Lambert am Mittwochabend mitteilte, lief im Zeitraum von Juli bis September ein Nettoverlust von rund 365 Millionen Euro auf.

Damit schmälerte sich der Überschuss für die ersten neun Monate des Jahres auf 1,27 Milliarden Euro, nachdem das Medienhaus im ersten Halbjahr zunächst einen Gewinn von 1,63 Milliarden Euro erwirtschaftet hatte.

Der Umsatz des Gütersloher Konzerns belief sich demnach von Januar bis September auf 12,99 Milliarden Euro.

Positiver Ausblick

Das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen [EBITA] betrug laut GBL für die ersten neuen Monate des Jahres 259 Millionen Euro. Im dritten Quartal wurden demnach 102 Millionen Euro erwirtschaftet.

Für das vierte Quartal erwartet GBL "eine deutliche Erhöhung" dieses Bilanzpostens. Dies sei traditionell der Zeitraum, in dem Bertelsmann mit dem Großteil seiner Aktivitäten die besten Geschäfte mache.

GBL hält seit dem vergangenen Jahr 25,1 Prozent an Bertelsmann. Der Einstieg der belgischen Finanzgruppe hatte es Bertelsmann im Gegenzug ermöglicht, die Mehrheit bei der TV-Sender-Gruppe RTL zu übernehmen. Ab 2004 darf GBL der Vereinbarung zufolge seinen Anteil an die Börse bringen.