MobilCom-Sanierung weiter blockiert
Der deutsche Telekommunikationsanbieter MobilCom muss weiter um sein Überleben bangen. Die Umsetzung des beschlossenen Sanierungskonzeptes wurde am Dienstag weiter durch den Konflikt zwischen MobilCom-Großaktionär Gerhard Schmid und der deutschen Regierung blockiert.
Wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfrage erklärte, hätten sich alle anderen Beteiligten in der Nacht zum Dienstag in Berlin verständigt und die Verhandlungen abgeschlossen. "Das Sanierungskonzept steht", sagte er.
Zur Umsetzung fehle jedoch weiter die Unterschrift Schmids unter den mit der Regierung bereits abgestimmten Treuhändervertrag. Dies sei Voraussetzung. "Man könnte jetzt starten, es fehlt aber Schmids Unterschrift."
Ex-MobilCom-Chef und Regierung streitenHintergrund
Wegen des Streits um den Treuhändervertrag hatte Schmid eine Teilnahme an den Verhandlungen zum Sanierungskonzept kurzfristig abgesagt. Dabei sollten die Probleme ausgeräumt werden.
Bei dem Konflikt geht es um die Übertragung von knapp 50 Prozent der MobilCom-Aktien, die Schmid und seiner Ehefrau gehören. Dies war Teil der Abmachungen zwischen dem Bund und allen Beteiligten.
Das Ministerium akzeptierte einen von Schmid bereits unterschriebenen Vertrag nicht, sondern bestand auf einem früheren Textentwurf, dem Schmid bereits zugestimmt habe. Schmid geht es nach eigenen Angaben um die Sicherung seines Vermögens.
