Ex-MobilCom-Chef und Regierung streiten
Der Streit über die Bedingungen, zu denen Ex-MobilCom-Chef Gerhard Schmid seine Aktien auf einen Treuhänder übertragen soll, ist am Montag weiter eskaliert.
Schmid weigerte sich nach Angaben einer Sprecherin, an einem für den Abend geplanten Treffen mit Vertretern der Bundesregierung teilzunehmen, bei dem ein neuer Anlauf für eine Einigung gemacht werden sollte.
Gegenseitige Vorwürfe
Schmid werfe der Bundesregierung vor, in den Treuhändervertrag
hineinzuregieren, sagte die Sprecherin. Dies gehe bis hin zur Person
des Treuhänders. "Das kommt einer Enteignung sehr nahe, was der
Staat da versucht", sagte die Sprecherin Schmids weiter.
MobilComSchmid hatte am Freitag einen Treuhändervertrag unterzeichnet, daran aber nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums Änderungen vorgenommen, die nicht akzeptabel seien.
Eine Übertragung des 50-Prozent-Pakets von Schmid und seiner Ehefrau auf einen Treuhänder gilt als Voraussetzung dafür, dass France Telecom annähernd sieben Milliarden Euro Schulden von MobilCom übernimmt und ein Bankenkonsortium dem Unternehmen dringend benötigte Liquidität gewährt.
