29.10.2002

AUFSCHUB

Gericht gibt Vivendi Chance auf Cegetel

Der hochverschuldete Medienkonzern Vivendi Universal hat im Kampf mit der britischen Vodafone im Mobilfunkgeschäft vorerst eine Atempause erhalten.

Das Pariser Handelsgericht entschied am Montag, dass die umworbenen Anteile an der Telekommunikationsgruppe Cegetel, zu der Frankreichs zweitgrößer Mobilfunkanbieter SFR gehört, von den potentiellen Verkäufern BT und SBC nicht vor dem 10. Dezember abgegeben werden dürfen.

Hintergrund

Vivendi hält bereits 44 Prozent an Cegetel und reklamiert ein Vorkaufsrecht auf den 26-Prozent-Anteil von BT [British Telecom] sowie die 15-Prozent-Beteiligung des US-Unternehmens SBC Communications für sich. Allerdings wäre die Frist ursprünglich am 10. November ausgelaufen.

Der Konzern versucht indes in intensiven Verhandlungen mit den Banken, doch noch die notwendigen Milliarden-Summen zusammenzubringen, damit Vodafone nicht zum Zuge kommt und hat deshalb eine Verlängerung beantragt.