Verkauf des DT-Kabelnetzes gefährdet
Beim Verkauf der Kabelnetze der Deutschen Telekom drohen nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" neue Schwierigkeiten.
Die deutschen Fernseh- und Rundfunkaufseher fordern aus Sorge um die Modernisierung der Netze, den Verkauf abzubrechen.
Die "F.A.Z." berief sich dabei auf einen entsprechenden Brief der Landesmedienanstalten an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten, Kurt Beck [SPD], als Vorsitzenden der Rundfunkkommission der Länder. Die Länder sollen sich dem Schreiben zufolge beim Bund für einen Verkaufsstopp einsetzen.
Zweiter Anlauf für KabelnetzverkaufModernisierung ungewiss
Laut "F.A.Z." fürchten die Landesmedienanstalten, dass bei einem Verkauf des technisch veralteten Kabelnetzes die Modernisierung auf der Strecke bleibt.
Denn Interesse an dem Netz hätten vor allem Finanzinvestoren angemeldet, denen es nach Überzeugung der Fernsehaufseher an langfristigen Strategien mangelt, das Kabelnetz zu modernisieren.
Am Kabelnetz sind rund zehn Millionen deutsche Haushalte angeschlossen - damit empfangen rund zwei Drittel aller Haushalte ihre Radio- und Fernsehsender über das Netz der Deutschen Telekom.
