Trübe Aussichten für Liberty-Expansion
Der US-Medienkonzern Liberty Media hat nach eigener Einschätzung eher geringe Chancen, im zweiten Anlauf doch noch den Zuschlag für die verbliebenen Fernsehkabelnetze der Deutschen Telekom zu bekommen.
Liberty-Vorstandschef Gary Howard sagte, die Chance, die aktuelle Auktion für die Kabelnetze zu gewinnen, liege lediglich bei "unter 50 Prozent".
Liberty Media hatte sich Ende vergangenen Jahres mit der Telekom bereits geeinigt, für die Kabelnetze 5,5 Milliarden Euro in bar und Wertpapieren zu zahlen. Die vollständige Übernahme der Netze war jedoch am Einspruch des Bundeskartellamts gescheitert, das eine dominierende Marktstellung von Liberty als Kabelbetreiber und Medienunternehmen befürchtet hatte.
Kartellamt untersagt Kabelnetz-DealKartellamt dieses mal kein Problem
In der mittlerweilen zweiten Verkaufsauktion für die verbliebenen Telekom-Kabelnetze in Nord- und Ostdeutschland sowie Bayern und Rheinland-Pfalz bietet Liberty Media gemeinsam mit den Kapitalanlagegesellschaften Blackstone Partners und Apollo Advisors.
Mit erneutem politischem Widerstand rechnet das US-Unternehmen nach Howards Worten nicht. "Seitdem hat sich eine Menge geändert im Markt. Die Wettbewerbsbehörden betrachteten solche Übernahmen inzwischen realistischer", sagte der Liberty-Chef. Er sei daher diesbezüglich optimistisch.
