26.09.2002

ALTE ZEITEN

Bildquelle: Napster

Plattenlabels wollen Bertelsmann klagen

Mehrere US-Plattenfirmen überlegen wegen der Urheberrechteverletzung durch die Musik-Tauschbörse Napster eine mögliche Milliardenklage gegen Bertelsmann.

Wie die "Los Angeles Times" berichtet, gehören die Musikriesen Vivendi Universal und EMI zu den potenziellen Klägern. Ermutigt wurden die Anwälte der Musikfirmen durch neue Gerichtsdokumente, wonach Bertelsmann deutlich mehr Kontrolle über Napster ausgeübt haben soll als bisher angenommen.

Bertelsmann soll weitere acht Monate spendiert haben

So sollen die Berstelsmann-Investitionen in Napster in Höhe von 60 Millionen USD nicht dazu verwendet worden sein, eine legale Version zu entwickeln, sondern in erster Linie um die Tauschbörse am Laufen zu halten.

Durch diese Geldspritze konnte Napster an der Spitze seiner Popularität seine Aktivitäten noch weitere acht Monate aufrecht erhalten. In dieser Blütezeit luden Hunderttausende täglich die Songs ihrer Stars kostenlos über Napster herunter.

Bertelsmann soll nun für die Urheberrechtsverletzungen, ermöglicht durch die Rettungsaktion, finanziell gerade stehen. Im Falle eines Erfolgs könnten die Kläger bis zu einer Milliarde USD von Bertelsmann fordern.