24.09.2002

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Bildquelle: orf on

Microsoft spendet E-Government-Software

Microsoft hat im Rahmen eines Pilotprojekts der Republik eine neue Software gestiftet, mit der Amtswege online abgewickelt werden können.

Als erster Pilotversuch für die neue Plattform dient der Antrag auf Studienbeihilfe. Er soll bereits ab dem nächsten Studienjahr 2003/04 via Web erledigt werden können.

"Weltweit neu" an dem Projekt sei die Verknüpfung der E-Government-Lösung mit der digitalen Signatur, unterstrich Microsoft-Chef Steve Ballmer, am Dienstag auf Kurzbesuch in Wien, vor Journalisten.

"Extra interessant" für MS

"Österreich ist in diesem Bereich [E-Government] weltweit führend", betonte Ballmer. Das Projekt, an dem zwei Microsoft-Mitarbeiter 70 Tage gearbeitet haben, sieht Ballmer daher nicht so sehr als Geschenk an Österreich. Vielmehr sei der Pilot auch für Microsoft "extra interessant".

Dass die österreichische Verwaltung nach dem nunmehrigen Piloten künftig ausschließlich auf Microsoft setzt, hofft Ballmer angeblich nicht:

"Wir rechnen damit, dass wir einen fairen Teil der Aufträge bekommen. Wir machen uns aber keine Illusionen, dass Österreich nicht auch mit anderen Anbietern zusammenarbeiten wird", betonte der Microsoft-Chef.

Mit höchstem Segen

Ausgewählt hatte das Projekt Microsoft-Gründer Bill Gates höchstpersönlich. Gates war im Februar in Wien, um die .NET-Strategie zu bewerben.

Ballmer zeigte sich über die Entscheidung seines Vorgängers erfreut. Da er als Student selbst ein Stipendium bezogen habe, freue er sich darüber, dass die Studenten nun schneller zu ihrem Geld kommen.

Für sein Unternehmen gab sich Ballmer unterdessen trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise gelassen: "Jeder spricht von der schlechten Wirtschaft, vom Tief auf den Technologiemärkten und solchem Blablabla. Wir investieren trotzdem in neue Technologien.

Für uns werden die nächsten zehn Jahr noch aufregender als die letzten zehn Jahre sein", betonte Ballmer am Dienstag auf einer internationalen Pressekonferenz.