06.06.2002

DEUTSCHLAND

Bildquelle: tor

Linux wird Standard-System in Ämtern

Die deutsche Bundesregierung geht davon aus, dass Linux-Systeme schon bald zum führenden Betriebssystem in der öffentlichen Verwaltung werden:

"Die Ablösung von Windows NT steht bevor. Wir erwarten für 2003 und 2004 eine wahre Betriebssystems-Migrationswelle", sagte die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Brigitte Zypries, zur Eröffnung des 8. Internationalen LinuxTages am Donnerstag in Karlsruhe.

Politisches Signal

Die Anfang Juni geschlossene Kooperation zwischen dem Bund und dem Computerhersteller IBM, mit der die Einführung von Linux-Systemen in der gesamten öffentlichen Verwaltung erheblich erleichtert wurde, sei ein "klares politisches Signal", sagte Zypries.

Um die IT-Infrastruktur der deutschen Behörden sicherer zu machen, setze die Bundesregierung auf offene Betriebssysteme wie Linux und so genannte Open-Source-Software.

"Neue Ära"

Oliver Zendel, Sprecher des LinuxTages, begrüßte das Engagement des Bundes im Bereich freier Software.

Die Kooperation zwischen dem Bundesinnenministerium und IBM bezeichnete Zendel als "neue Ära" für die freie Software in der Bundesrepublik. "Die Akzeptanz von Linux wird das sicher fördern", sagte er.