Mobilkom startet UMTS-Netz in AT
Als europaweit erstes Unternehmen startet die österreichische Mobilkom heute ein nationales Mobilfunknetz der dritten Generation, UMTS.
Nach der Mobilkom wird voraussichtlich in nächster Zeit nur noch Hutchison in Großbritannien das UMTS-Zeitalter einläuten. Zu Jahresende sollen auch in Italien die ersten Dienste der dritten Mobilfunkgeneration on Air gehen.
Die finnische Sonera, von der die Branche lange Zeit erwartete, dass sie die erste sein würde, will nun wie alle deutschen und auch die meisten anderen großen europäischen Player erst im nächsten Jahr starten.
Erster UMTS-Anruf am Mittwoch
Heute ist eine Pressekonferenz angesetzt. An dieser nehmen neben
Boris Nemsic auch Anders Runevad [Ericsson] und Tim Watkins [Nortel]
teil. Nortel und Ericsson liefern das Equipment für das UMTS-Netz.
Bis 2010 rechnet man bei der Mobilkom mit Investitionen von 600 bis
700 Millionen Euro. Bei der Konferenz soll der erste UMTS-Call quer
durch Österreich durchgeführt werden.
Die UMTS-Strategie der MobilkomTestbetrieb in allen Landeshauptstädten
Geplant ist zu Beginn ein Betrieb in allen Landeshauptstädten.
In der ersten Phase wird nur eine kleine ausgewählte Zahl von Kunden [friendly customers] den neue UMTS-Service nützen können.
Mobilkom-Chef Boris Nemsic hatte für heuer nur einen Testbetrieb angekündigt. Der kommerzielle Launch ist laut bisherigen Angaben Nemsics im Jahr 2003 geplant. Der erste signifikante Datenverkehr im Netz wird für 2004 erwartet.
UMTS-Betreiber in Österreich müssen laut Lizenzvorgabe bis Ende 2003 ein Viertel der Bevölkerung, bis Ende 2005 die Hälfte der Bevölkerung mit UMTS versorgen.
2,8 Millionen Mobilkom-Nutzer in AT
Die Mobilkom-Gruppe betreut insgesamt 4,15 Millionen Kunden
[Österreich, Slowenien, Kroatien und Liechtenstein]. In Österreich
ist die Mobilkom mit mehr als 2,8 Millionen Teilnehmern und einem
Marktanteil von 43,83 Prozent [Stand August, Angaben RTR] der größte
Mobilfunkanbieter des Landes.
Mobilkom rettet die TA-BilanzDie Pläne der Konkurrenz
Neben der Mobilkom bauen derzeit auch T-Mobile Austria, One, tele.ring und der chinesische UMTS-Lizenzinhaber Hutchison an österreichischen UMTS-Netzen.
T-Mobile und One wollen noch in diesem Jahr ebenfalls mit einem Testbetrieb starten. Hutchison und tele.ring planen einen Start erst im nächsten Jahr.
Die spanische Telefonica, die ebenfalls eine österreichische UMTS-Lizenz erworben hat, hat ihre Pläne wieder gestoppt.
