Nokia wettert gegen "War-Chalker"
WLAN-Netzwerke etablieren sich zunehmend, und somit liegt auch immer mehr Unternehmen eine reibungslose Kommerzialisierung am Herzen.
Der Mobiltelefon-Hersteller Nokia hat nun scharfe Kritik an der gängigen Praxis des Aufspürens und Markierens offener Funknetze geübt.
Ungesicherte WLAN-Netzwerke mittels Kreidezeichnungen an Wänden zu veröffentlichen, sei nichts anderes als Diebstahl, erklärte der finnische Konzern.
Das "War-Driving" genannte Ansteuern offener Wireless-LAN-Verbindungen hat sich zu einer Art Sport für Eingeweihte entwickelt. Mittels "War-Chalking" halten die "War-Driver" genau fest, wo sich die aufgespürten ungesicherten Netzwerke befinden. Mit Kreide werden Symbole an Hauswände oder auf Gehsteige gemalt, um nachfolgende Hacker über die Existenz des offenen Netzes zu informieren.
User markieren offene Funknetze"This is theft, plain and simple"
Jeder, der die Bandbreite eines anderen ohne dessen Erlaubnis benutzt, ist mit einem Dieb gleichzusetzen, begründete Nokia seinen Standpunkt in einer Aussendung.
Weiters beschneide man durch das mutwillige Stehlen auch noch die Bandbreite und somit die Surfgeschwindigkeit der Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens.
Die Kritik folgt einem Bericht des FBI über die potenziellen Gefahren des War-Chalking.
Erst vor wenigen Tagen hatte ein US-Netzaktivist gegen die Kommerzialisierung der Funktechnik protestiert. Er baute sein Auto in einen mobile WLAN-Zugangspunkt um, der durch eine Funkverbindung an das Internet angebunden ist. Das "War Car" parkte er dann vor einer Starbucks-Filiale und ermöglichte den Gästen so, sein Netz zu verwenden anstelle des kostenpflichtigen, das die Kaffee-Kette zusammen mit T-Mobile anbietet.
"War Car" gegen kommerzielle WLANs
