"War Car" gegen kommerzielle WLANs
Ein US-Netzaktivist hat sein Auto in einen mobile WLAN-Zugangspunkt umgebaut, der wiederum durch eine Funkverbindung an das Internet angebunden ist.
Michael Oh will mit dieser Konstruktion, die es ihm erlaubt in der Innenstadt von Boston ein kostenloses WLAN anzubieten, gegen die Kommerzialisierung der Funktechnik protestieren.
Dazu parkt er sein "War Car" beispielsweise vor einer Starbucks-Filiale und ermöglicht den Gästen so sein Netz zu verwenden statt dem kostenpflichtigen, dass die Kaffee-Kette zusammen mit T-Mobile anbietet.
Nach Angaben des Ohs kann das "War Car" bis zu 500 Meter von dem Büro, über das die Internet-Anbindung erfolgt, geparkt werden. Das WLAN kann dann in einem Umkreis von 30 Metern um das Auto genutzt werden.
Das "War Car"Protest
Das "War Car", zu dem Oh auch eine Anleitung zum Nachbauen online gestellt hat, ist natürlich nicht als dauerhafte Alternative zu kommerziellen WLANs zu verstehen.
Es stellt vielmehr eine Protestform dar, mit der Konflikte zwischen kommerziellen und alternativen Anbietern deutlich gemacht werden sollen.
So ist vor einigen Wochen in Portland [Oregon, USA] ein Streit um die Sendefrequenzen für Funknetzwerke auf einem zentralen Platz der Stadt entbrannt.
Der bisherige Anbieter, Personal Telco, stellt sein Funknetz gratis zur Verfügung. Nun will aber Starbucks auf demselben Platz und im gleichen Kanal zusammen mit T-Mobile ein kostenpflichtiges Funknetz einführen.
Das hat zur Folge, dass beide Angebote an Geschwindigkeit verlieren, so der Vorwurf von Personal Telco. Personal Telco wehrt sich gegen das Eindringen von Starbucks und verweist auf Präzedenzfälle, bei denen der Erstanbieter seine Frequenz halten konnte.
Kaffeesieder beansprucht "Heißen Fleck"
