21.08.2002

WLAN

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Kaffeesieder beansprucht "Heißen Fleck"

In Portland [Oregon, USA] ist ein Streit um die Sendefrequenzen für Funknetzwerke auf einem zentralen Platz der Stadt entbrannt.

Der bisherige Anbieter, Personal Telco, stellt sein Funknetz gratis zur Verfügung. Nun will aber die Kaffeehauskette Starbucks auf demselben Platz und im gleichen Kanal zusammen mit T-Mobile ein kostenpflichtiges Funknetz einführen.

Das hat zur Folge, dass beide Angebote an Geschwindigkeit verlieren, so der Vorwurf von Personal Telco.

Die steigende Popularität von WLANs [Wireless LAN] könnte dazu führen, dass der Streit in Portland Modellcharakter bekommt.

Wer zuerst kommt

Personal Telco wehrt sich gegen das Eindringen von Starbucks und verweist auf Präzedenzfälle, bei denen der Erstanbieter seine Frequenz halten konnte.

Obwohl die Angebote von Starbucks und Personal Telco technisch gleichwertig sind, könnten vor allem Geschäftskundern das überregionale Angebot des Kaffeesieders attraktiver finden und vermehrt über Starbucks einsteigen.

Personal Telco sieht sich nicht als Konkurrent von Starbucks, fürchtet aber, durch die größere Marktpräsenz und Popularität der Kaffee-Kette aus dem Netz gedrängt zu werden.

"Heißer Fleck"

Der Streit in Portland könnte sich demnächst auch an anderen Orten wiederholen: In sämtlichen Starbucks-Filialen sollen Kunden zukünftig über einen T-Mobile-Dienst online gehen können.

Bis Ende des Jahres will Starbucks zusammen mit dem Mobilfunkbetreiber und Hewlett-Packard rund 2.000 Filialen für das neue Angebot ausstatten.

Kunden können den Angaben zufolge zunächst kostenlos den Hot Spot [Reuters: "Heißer Fleck"] testen.