15.09.2002

DEMO

Bildquelle: waldt

"War Car" gegen kommerzielle WLANs

Ein US-Netzaktivist hat sein Auto in einen mobile WLAN-Zugangspunkt umgebaut, der wiederum durch eine Funkverbindung an das Internet angebunden ist.

Michael Oh will mit dieser Konstruktion, die es ihm erlaubt in der Innenstadt von Boston ein kostenloses WLAN anzubieten, gegen die Kommerzialisierung der Funktechnik protestieren.

Dazu parkt er sein "War Car" beispielsweise vor einer Starbucks-Filiale und ermöglicht den Gästen so sein Netz zu verwenden statt dem kostenpflichtigen, dass die Kaffee-Kette zusammen mit T-Mobile anbietet.

Protest

Das "War Car", zu dem Oh auch eine Anleitung zum Nachbauen online gestellt hat, ist natürlich nicht als dauerhafte Alternative zu kommerziellen WLANs zu verstehen.

Es stellt vielmehr eine Protestform dar, mit der Konflikte zwischen kommerziellen und alternativen Anbietern deutlich gemacht werden sollen.

So ist vor einigen Wochen in Portland [Oregon, USA] ein Streit um die Sendefrequenzen für Funknetzwerke auf einem zentralen Platz der Stadt entbrannt.

Der bisherige Anbieter, Personal Telco, stellt sein Funknetz gratis zur Verfügung. Nun will aber Starbucks auf demselben Platz und im gleichen Kanal zusammen mit T-Mobile ein kostenpflichtiges Funknetz einführen.