Dell verkauft No-Name-PCs an Händler
Dell plant jetzt, auch PCs ohne sein Markenzeichen an Großhändler zu verkaufen.
Die Händler sollen die PCs dann den Kundenbedürfnissen entsprechend modifizieren und sie an kleine Firmen, die keine eigene IT-Abteilung haben, verkaufen.
Dell will damit seine Marktpostion, neben dem erfolgreichen Direktmarketing, weiter ausbauen. Der so genannte "White Box Market" macht laut Marktforschung rund 30 Prozent des PC-Marktes aus.
Ein System mit Intel Celeron Prozessor, CD-ROM, Floppy Drive und Windows XP ohne Monitor wird 499 USD kosten, ein Jahr Garantie und Telefon-Support inkludiert.
Dells erklärte Strategie ist es, die Konkurrenz mit Hilfe einer "ausgeklügelten Firmenstrategie" in die Knie zu zwingen. Der derzeit größte Computerhersteller steigt zudem in den Druckermarkt ein. Auch Handhelds werden neu ins Programm genommen. Verstärkt will man sich zudem auf das Servergeschäft konzentrieren.
Dell will die Nummer eins werdenHP unbeeindruckt
Der "White Box"-Verkauf soll 380 Mio. USD Umsatz bringen, was in etwa einem Prozent des Dell-Gesamtumsatzes entspricht.
HP gab sich von Dells Vorhaben unbeeindruckt: "Kleine Firmen lassen sich nicht reinlegen. Um den gleichen Preis kriegen sie ein Markenprodukt mit echtem Service und Support", so ein Sprecher von HP.
