Vivendi verkauft Vodafone Vizzavi
Der hoch verschuldete Medienkonzern Vivendi Universal verhandelt im Zuge seiner Restrukturierung mit der Vodafone Group über den Verkauf seines 50-Prozent-Anteils an dem gemeinsam betriebenen Internet-Portal "Vizzavi".
Die Verhandlungen könnten zu einer kompletten Übernahme des Vivendi-Anteils von Vodafone führen. Vodafone und Vivendi bestätigten die Verhandlungen.
Mit dem Verkauf sollten dem "Wall Street Journal" zufolge bis zu 150 Millionen Euro erzielt werden.
Vivendi hatte Vizzavi in einem 50/50-Joint-Venture mit Vodafone vom Januar 2000 mit Investionen von 1,8 Milliarden Euro aufgebaut. Ursprünglich hatte Vivendi damit einen Vertriebskanal für seine Musik- und Filmangebote schaffen wollen.
Vizzavi Corporate SitePortal weg, Aktie steigt
Die Notierung der Vivendi-Aktien an der Pariser Börse stieg am Montag um mehr als 17 Prozent auf knapp elf Euro. Die Anleger setzten darauf, dass Vivendi eine Verlust bringende Beteiligung abstößt.
Der neue Vivendi-Chef, Jean-Rene Fourtou, hatte kürzlich angekündigt, das Unternehmen werde sich bis 2004 von Beteiligungen im Gesamtwert von zehn Milliarden Euro trennen.
Wegen Milliarden-Verlusten und hoher Schuldverpflichtungen war die Vivendi-Notierung von rund 60 Euro auf zuletzt unter zehn Euro gefallen.
Brief ohne Details
"Ich möchte Ihnen versichern, [...] die Lage der
Unternehmensgruppe ist gewiss angespannt, aber ich habe die Methoden
gefunden, wie wir aus dieser Krise herauskommen und den Weg zur
Erholung finden", teilte Fourtou in dem Brief mit, der auch an die
Medien geschickt wurde. Details ließ er aber offen.
Vivendi verliert 12,3 Milliarden Euro
