08.08.2002

AUFLAGEN

Bildquelle: fuZo

Regelung des Datenschutzes in Passport

Microsoft hat mit der US-Aufsichtsbehörde FTC [Federal Trade Commission] einen Vergleich zum Schutz persönlicher Verbraucherdaten getroffen, die mit dem Authentifizierungsdienst "Passport" gesammelt werden.

Microsoft darf demnach keine irreführende Werbung mehr für das System machen und muss zudem das Informationssicherheitssystem für Passport und ähnliche Dienste verstärken.

Alle zwei Jahre eine Überprüfung

Microsoft muss auch unabhängige Professionelle alle zwei Jahre lang bescheinigen lassen, dass es die in dem Vergleich festgelegten Standards für sein Sicherheitssystem erreicht oder übersteigt.

Gute Sicherheit sei fundamental für den Schutz des Privatlebens der Verbraucher, erklärte FTC-Leiter Timothy J. Muris.

Anfang September Entscheid über Gültigkeit

Die FTC war einer Beschwerde von Verbraucherschutzgruppen unter Führung des Electronic Privacy Center [EPIC] gefolgt und hatte ihre Untersuchung im Juli 2001 eingeleitet. Die fünf FTC-Kommissionsmitglieder stimmten einstimmig für den Vergleich.

Die Aufsichtsbehörde wird bis 9. September Stellungnahmen annehmen und wird dann entscheiden, ob der Vergleich Gültigkeit erhalten soll.

14 Mio. meist unfreiwillige Nutzer

Insgesamt sind bisher 14 Millionen Menschen bei Passport angemeldet.

Den meisten Nutzern geht es aber offensichtlich eher um Datensicherheit denn Bequemlichkeit - sie wollen eigentlich gar keine solchen Dienste und haben sie bisher nur akzeptiert, weil sie ohne diese bestimmte Services wie Hotmail nicht hätten nutzen können.

Die Mitgliedschaft entsteht meist unfreiwillig, wenn ein User Hotmail oder bestimmte Features in Windows XP nutzen will, wozu zwingend die Passport-Registrierung verlangt wird.