EU überprüft Datenschutz in MS-Passport
Die Europäische Kommission will nun untersuchen ob Microsofts Vorgehensweise, persönliche Daten von Kunden zu sammeln, gegen geltende Datenschutz-Bestimmungen verstößt.
Microsofts .NET-Services und dabei insbesondere der Authentifizierungsdienst "Passport" soll einer genauen Untersuchung unterzogen werden.
Was ist Passport?
Bei Passport handelt es sich um einen Authentifizierungs-Service,
über den nach einmaliger Anmeldung ein sicherer und bequemer Zugriff
auf Microsoft -eigene Angebote und Dienste wie MSN Network und .Net
möglich sein soll. Dazu speichert der Redmonder Softwarekonzern
sensible Benutzerdaten wie Kredikartennummern und Passwörter auf
einem zentralen Server.
Microsoft PassportAngelegenheit mit absolutem Vorrang
"Die Kommission wird die Angelegenheit mit absolutem Vorrang behandeln. Gemeinsam mit den Datenschutzeinrichtungen der Mitgliedsländer werden wir ermitteln, ob das System mit dem europäischen Datenschutzrecht zu vereinbaren ist," sagt Frits Bolkestein, Mitglied der Kommission.
Die Europäische Kommission hat einige Fragen zu dem .NET-Passport-Service an Microsoft. Besonders kritisiert werden das Fehlen der Möglichkeit sich später wieder von dem Service abzumelden und dass nur Zugriff auf Microsoft -eigene Angebote und Dienste möglich ist.
14 Mio. Menschen bei Passport angemeldet
Insgesamt sind 14 Millionen Menschen bisher bei Passport angemeldet. Die Mitgliedschaft entsteht meist unfreiwillig, wenn ein User Hotmail oder bestimmte Features in Windows XP nutzen will, wozu zwingend die Passport-Registrierung verlangt wird.
