31.07.2002

ESSER-APPETIT

Schmerzengeld soll Bonus abrunden

Der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser hat das Land Nordrhein-Westfalen verklagt.

Das Düsseldorfer Landgericht bestätigte inzwischen den Eingang der 235 Seiten starken Klageschrift. Esser sieht sich als Opfer der Ermittlungen gegen ihn im Zusammenhang mit der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone.

Wegen "massiver Rufschädigung" fordert der Manager Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 100.000 Euro und Schadenersatz für die entstanden Anwaltskosten in Höhe von ebenfalls 100.000 Euro. Das NRW- Justizministerium wies die Vorwürfe zurück.

Grundlose Ermittlungen

"Es gibt nicht den geringsten berechtigten Grund für die Erhebung einer Anklage", sagte Esser. Der Manager wirft dem Generalstaatsanwalt Lothar Sent vor, seine Amtspflichten verletzt zu haben.

Gegen ihn werde ohne einen konkreten Verdacht ermittelt. Es sei grob fahrlässig gehandelt worden, das müsse wieder gut gemacht werden, sagte Esser. "Das Geld möchte ich fließen sehen und werde es für einen guten Zweck spenden."