Gesetz soll Backbone-Betrieb garantieren
Der US-Regierung wäre es nicht möglich, ein mögliches abruptes Abschalten der Internet-Dienste beim insolventen Konzern WorldCom zu verhindern, führte Michael Powell, Chef der US-Telekommunikationsbehörde FCC, gestern vor dem Kongress aus.
Der Handelsausschuss des Parlaments der USA hatte sich gestern über die Auswirkungen des Bankrotts der beiden Netzbetreiber WorldCom und Global Crossing zu beraten.
Powell könne den Carriern lediglich ans Herz legen, ihren Betrieb trotz des Konkurses aufrechtzuerhalten. Es gäbe jedoch kaum eine rechtliche Möglichkeit, die Unternehmen an der Abschaltung der Backbonenetze zur Kostensenkung zu hindern, berichtet das Blatt weiter.
Die Chronik der WorldCom-PleiteGesetz in Planung
Bisher gibt es bei WorldCom noch keine Pläne, Teilbereiche oder das Netz als Ganzes abzuschalten, teilte Worldcom-Chef John Sidgmore den Abgeordneten mit.
Die Ausführungen Powells machten jedoch die Abhängigkeit der globalen Infrastruktur und Millionen von Nutzern des Internet von der wirtschaftlichen Situation einiger Großkonzerne deutlich.
Der Handelsausschuss plant daher einen Gesetzentwurf, mit dem im Fall einer Insolvenz wichtiger Carrier der Betrieb des Backbones geregelt werden soll.
