Rundumschlag gegen Berliner Internetcafe
Am vergangenen Freitag, den 26. Juli hat die Berliner Polizei ein Internetcafe geschlossen, in dem sich Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren getroffen haben, um unter anderem eine von der USK erst ab 16 Jahren freigegebene "Counter-Strike"-Version zu spielen.
Gegen die Minderjährigen wurden Platzverweise ausgesprochen.
Das Spiel war nach dem Amoklauf in Erfurt, bei dem Ende April 17 Menschen starben, in die Kritik geraten. Der Todesschütze soll angeblich ein großer Counter-Strike-Fan gewesen sein. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften [BPjS] hat den Spieletitel nicht indiziert.
Keine Indizierung von "Counter-Strike"Auch Raubkopien beschlagnahmt
Nach Polizeiangaben hatte sich ferner herausgestellt, dass der Internetzugang uneingeschränkte Zugriffsmöglichkeiten auf pornografische und indizierte Seiten bot. Betreiber von Internet-Cafes in Deutschland sind dafür verantwortlich, Minderjährigen den Zugang zu jugendgefährdenden Inhalten zu verwehren.
Weiters beschlagnahmte die Polizei noch sechs gebrannte Datenträger wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz.
Gegen den Betreiber des Internet-Cafes läuft jetzt ein Strafverfahren nach dem Jugendschutzgesetz.
Pressemitteilung der Berliner Polizei
