23.07.2002

QUARTAL 2

Bildquelle: ORF.at

Massaker auf dem Handheld-Markt

Der Boom am Markt für Handhelds - so genannte Taschencomputer - ist endgültig Vergangenheit. Von April bis Juni 2002 sind in Westeuropa insgesamt nur noch 462.000 PDAs [Personal Digital Assistant] verkauft worden.

Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr oder 26 Prozent gegenüber dem Vorquartal, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Marktforscher Gartner Dataquest hervor.

Marktführer war im zweiten Quartal mit einem Marktanteil von 30,7 Prozent Hewlett-Packard. Nach der Fusion mit Compaq setzte HP mit 142.100 Auslieferungen die meisten Geräte ab und lag vor Palm [134.800 Einheiten] an der Spitze.

Vierter Rückgang in Folge

Telekomgigant Nokia lag mit 56.000 verkauften Geräten [minus 1,6] an der dritten Stelle, gefolgt von den erstmals in der Studie gelisteten Sony-PDAs mit 28.100 Verkaufseinheiten.

Casio fiel mit 19.855 abgesetzten Einheiten [minus 26 Prozent] auf Platz fünf, lag aber immer noch vor dem PDA-Spezialisten Handspring, der mit 13.550 Verkäufen einen massiven Rückgang von 67 Prozent hinnehmen musste.

Der PDA-Absatzrückgang in Westeuropa war der vierte in Folge. Besonders die PDA-Anschaffungen von Geschäftskunden hätten ausgesetzt, was zu einer Verlangsamung der PDA-Integration in den Betrieben führe.

Zweifel an Pocket-PC

Unsicherheiten bei der Performance des neuen Intel-XScale-Prozessors und Zweifel über die Leistung der neuen "Microsoft-Pocket-PC-Plattform" trage laut Marktforschung zusätzlich zur Zurückhaltung des Marktes gegenüber PDAs bei.